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ECO B22WeißMittelstufe

Lerne die Alapin-Sizilianisch

Bring jeden zum Schweigen, der die Sizilianische Verteidigung gegen dich spielt.

Das Alapin-Sizilianisch (1.e4 c5 2.c3) ist Weiß' prinzipiengetreueste Methode, dem schwer analysierten offenen Sizilianisch auszuweichen. Anstatt den d-Bauern zu tauschen, bereitet Weiß d2-d4 vor, um ein breites Bauernzentrum zu errichten und das Spiel in klare, klassische Stellungen zu lenken. Schwarz' zwei entscheidende Antworten prägen die Eröffnung: 2...Nf6, das 3.e5 provoziert und einen zähen Kampf gegen Weiß' vorgerückten Bauern auslöst, sowie 2...d5, die solide Barmen-Verteidigung, die das Zentrum sofort herausfordert. Weiß akzeptiert häufig einen isolierten Damenbauern als Gegenleistung für aktive Figuren, offene Linien und eine reibungslose Entwicklung. Die entstehenden Mittelspielstellungen belohnen Verständnis mehr als auswendig gelernte Varianten – das macht das Alapin zur idealen Praxiswaffe. Es ist solide, flexibel und auf jedem Niveau gefährlich; Weiß behält eine dauerhafte Initiative, ohne dabei nennenswerte Risiken einzugehen.

Key ideas & plans

  • Weiß' Grundplan lautet c3 gefolgt von d4, um ein starkes Bauernzentrum aufzubauen; nach den Abtäuschen den isolierten Damenbauern (IDB) für aktive Figuren, offene c- und e-Linien sowie einen Vorposten auf e5 akzeptieren.
  • Gegen 2...Nf6 3.e5 Nd5 den e5-Bauern als raumgewinnenden Keil nutzen, den d5-Springer mit Bc4 bedrängen und auf eine Königsflügelinitiative oder einen rechtzeitigen d4-d5-Durchbruch abzielen.
  • Gegen 2...d5 3.exd5 Qxd5 mit Tempo entwickeln: Nf3, Be2 und Nc3 treffen die zentralisierte Dame und verschaffen Weiß einen Entwicklungsvorsprung sowie Druck auf die halboffene e-Linie.
  • Schwarz schlägt zurück, indem er d4 mit ...Nc6, ...Bg4, ...e6 und ...cxd4 unter Druck setzt und versucht, den IDB auf d5 zu blockieren und durch Figurentausch in ein günstiges Endspiel zu steuern.
  • Typischer Weißaufbau: Bd3 oder Be2, Nf3, O-O, Re1 sowie ein Springer, der nach e5 umgeleitet wird; auf die ...Bg4-Fesselung mit h3 und Be2 reagieren, um das Läuferpaar und die Zentrumskontrolle zu behalten.
  • Die Strukturen kennen: ein akzeptierter IDB eröffnet dynamische, angriffsorientierte Chancen, während ein stabilisierter d4-Bauer Weiß einen dauerhaften, langfristigen Raumvorteil sichert.

Main lines

Hauptvariante: 2...d5, Klassisch (4...Nf6 mit ...Bg4/...Bh5)

Die klassische Hauptvariante: Weiß akzeptiert einen künftigen isolierten Damenbauern im Austausch für reibungslose Entwicklung, die Chance auf das Läuferpaar und aktive Figuren. Typische Fortsetzung ist Be3, Nc3 (trifft die Dame) sowie Türme nach c1/d1/e1 mit Druck auf Schwarz' König.

  1. 1.e4c5
  2. 2.c3d5
  3. 3.exd5Qxd5
  4. 4.d4Nf6
  5. 5.Nf3Bg4
  6. 6.Be2e6
  7. 7.h3Bh5
  8. 8.O-ONc6

2...d5: Klassisch, 7...Bxf3 (Läuferpaar)

Schwarz tauscht auf f3, um die Enge zu lösen; Weiß nimmt das Läuferpaar dankend an und richtet den f3-Läufer entlang der langen Diagonale auf b7 aus, wobei er mit dem isolierten d-Bauern Druck ausübt.

  1. 1.e4c5
  2. 2.c3d5
  3. 3.exd5Qxd5
  4. 4.d4Nf6
  5. 5.Nf3Bg4
  6. 6.Be2e6
  7. 7.h3Bxf3
  8. 8.Bxf3Qd6

2...d5: 4...Nc6, Hauptvariante mit isoliertem Damenbauern

Ein direkter Kampf um den isolierten Damenbauern: Weiß' Figuren entwickeln sich auf natürliche Weise, die c-Linie öffnet sich, und Nc3 gewinnt ein Tempo gegen die Dame, um eine Königsflügelinitiative zu entfachen.

  1. 1.e4c5
  2. 2.c3d5
  3. 3.exd5Qxd5
  4. 4.d4Nc6
  5. 5.Nf3Bg4
  6. 6.Be2cxd4
  7. 7.cxd4e6
  8. 8.Nc3Qd6

2...d5: 4...g6 Fianchetto

Gegen Schwarz' Fianchetto komplettiert Weiß ruhig seine Entwicklung, verhindert ...Bg4 mit h3 und behält ein mobiles Zentrum; geplant ist Nc3, um die Dame zu treffen und die Initiative zu ergreifen.

  1. 1.e4c5
  2. 2.c3d5
  3. 3.exd5Qxd5
  4. 4.d4g6
  5. 5.Nf3Bg7
  6. 6.Be2Nf6
  7. 7.O-OO-O
  8. 8.h3cxd4

2...d5: 4...e6 Solider IDB

Ein solider Aufbau mit isoliertem Bauern, bei dem Schwarz auf ...Bg4 verzichtet; Weiß rochiert, spielt Nc3 mit Tempo und nutzt die Energie des d-Bauern für Figurenaktivität und Zentrumsspiel.

  1. 1.e4c5
  2. 2.c3d5
  3. 3.exd5Qxd5
  4. 4.d4e6
  5. 5.Nf3Nf6
  6. 6.Be2Nc6
  7. 7.O-Ocxd4
  8. 8.cxd4Be7

2...Nf6 Hauptvariante: 7.Bc4 Nb6 8.Bb5

Die Hauptvariante gegen 2...Nf6: Weiß baut das große d4-e5-Zentrum auf, entwickelt mit Tempo gegen den d5-Springer und wird nach ...dxe5 mit Nxe5 spielen, mit dauerhaftem Raum und Druck auf c6/f7.

  1. 1.e4c5
  2. 2.c3Nf6
  3. 3.e5Nd5
  4. 4.d4cxd4
  5. 5.Nf3Nc6
  6. 6.cxd4d6
  7. 7.Bc4Nb6
  8. 8.Bb5dxe5

2...Nf6: 7...e6, Springer hält d5

Schwarz stützt den d5-Springer mit ...e6; Weiß rochiert und behält die räumliche Fesselung, erweitert später mit Nc3 und Re1 und setzt die beengte Stellung sowie den d6-Bauern unter Druck.

  1. 1.e4c5
  2. 2.c3Nf6
  3. 3.e5Nd5
  4. 4.d4cxd4
  5. 5.Nf3Nc6
  6. 6.cxd4d6
  7. 7.Bc4e6
  8. 8.O-OBe7

2...Nf6: 5...e6 System

Schwarz' ...e6-System bleibt solide; Weiß zieht den angegriffenen Läufer nach b3 zurück, behält das d4-e5-Zentrum und spielt auf den typischen Raumvorteil und Königsflügelchancen.

  1. 1.e4c5
  2. 2.c3Nf6
  3. 3.e5Nd5
  4. 4.d4cxd4
  5. 5.Nf3e6
  6. 6.cxd4d6
  7. 7.Bc4Nb6
  8. 8.Bb3

2...Nf6: ...g6 Fianchetto gegen das große Zentrum

Schwarz fianchettiert gegen das große Zentrum; Weiß fesselt den c6-Springer mit Bb5, behält den e5-Keil und versucht, Schwarz' befreiende Züge ...f6 und ...d6 zu unterbinden.

  1. 1.e4c5
  2. 2.c3Nf6
  3. 3.e5Nd5
  4. 4.d4cxd4
  5. 5.Nf3Nc6
  6. 6.cxd4g6
  7. 7.Bc4Nb6
  8. 8.Bb5Bg7

2...e6: Vormarschvariante (Französische Struktur)

Mit ...e6 lädt Schwarz zum Französischen Vormarsch ein; Weiß gewinnt mit e5 Raum, entwickelt mit Nf3/Be2/Nc3 und spielt auf dem Königsflügel, während er die d4-Basis solide verteidigt.

  1. 1.e4c5
  2. 2.c3e6
  3. 3.d4d5
  4. 4.e5Nc6
  5. 5.Nf3Qb6
  6. 6.Be2cxd4
  7. 7.cxd4Nh6
  8. 8.Nc3

2...d6: Transposition ins große Zentrum

Schwarz' bescheidenes ...d6 gesteht Weiß ein ideales e4-d4-Zentrum zu; Weiß schlägt mit dem c-Bauern zurück, entwickelt sich harmonisch und genießt einen Maroczy-artigen Raumvorteil.

  1. 1.e4c5
  2. 2.c3d6
  3. 3.d4cxd4
  4. 4.cxd4Nf6
  5. 5.Nc3g6
  6. 6.Nf3Bg7
  7. 7.Be2O-O
  8. 8.O-O

2...g6: Modern, ...d5/e5-Vormarsch

Gegen die Moderne Zugfolge greift Weiß das Zentrum, spielt e5, um den g7-Läufer auf der langen Diagonale zu neutralisieren, und pflegt einen komfortablen Raumvorteil durch einfache Entwicklung.

  1. 1.e4c5
  2. 2.c3g6
  3. 3.d4cxd4
  4. 4.cxd4d5
  5. 5.e5Nc6
  6. 6.Nf3Bg7
  7. 7.Be2Nh6
  8. 8.O-O

2...Nc6: IDB über die ...Nc6-Zugfolge

Erreichen eines isolierten Damenbauern über die ...Nc6-Zugfolge; da der c-Bauer bereits getauscht wurde, entwickelt Weiß Nc3 mit Tempo gegen die Dame und richtet den d3-Läufer sowie die IDB-Energie auf Schwarz' König.

  1. 1.e4c5
  2. 2.c3Nc6
  3. 3.d4cxd4
  4. 4.cxd4d5
  5. 5.exd5Qxd5
  6. 6.Nf3e6
  7. 7.Nc3Qd6
  8. 8.Bd3

2...b6: Damenfianchetto

Schwarz fianchettiert auf b7, um e4 unter Druck zu setzen; Weiß festigt das Zentrum mit Bd3 und Qe2, komplettiert die Entwicklung und behält einen soliden Raumvorteil.

  1. 1.e4c5
  2. 2.c3b6
  3. 3.d4cxd4
  4. 4.cxd4Bb7
  5. 5.Bd3Nf6
  6. 6.Qe2e6
  7. 7.Nf3Be7
  8. 8.O-O

2...e5: Zentraler Gegenstoß

Schwarz' ...e5 beansprucht das Zentrum, schwächt aber d5; Weiß entwickelt sich auf natürliche Weise, bricht mit d4 und erhält einen starken Zentralspringer sowie die bessere Bauernstruktur.

  1. 1.e4c5
  2. 2.c3e5
  3. 3.Nf3Nc6
  4. 4.Bc4d6
  5. 5.d4cxd4
  6. 6.cxd4exd4
  7. 7.Nxd4Nf6
  8. 8.Nc3

2...d5 3...Nf6: Springerschlag

Schwarz lehnt den Damenschlag ab und nimmt auf d5 mit dem Springer; Weiß baut das Zentrum auf, entwickelt mit Tempo und steuert auf ein günstiges Mittelspiel mit isoliertem Bauern und Druck auf f7.

  1. 1.e4c5
  2. 2.c3d5
  3. 3.exd5Nf6
  4. 4.d4Nxd5
  5. 5.Nf3Nc6
  6. 6.Bc4Nb6
  7. 7.Bb3cxd4
  8. 8.cxd4